Öffentliche Preislisten, Wochenprospekte, Herstellerangaben und amtliche Reihen ergänzen sich sinnvoll. Offizielle Statistiken liefern Struktur und langfristige Vergleichbarkeit, während aktuelle Prospekte und digitale Preisportale Geschwindigkeit bringen. Durch Abgleich und Plausibilitätschecks verhindern wir, dass kurzfristige Ausreißer die Gesamtsicht verzerren. So entsteht ein Fundament, das sowohl wissenschaftlich nachvollziehbar als auch alltagstauglich ist. Du profitierst von Breite und Tiefe, ohne selbst stundenlang Daten durchsuchen und aufbereiten zu müssen.
Freiwillig geteilte, anonymisierte Kassenbons sind eine wertvolle Perspektive, weil sie reale Einkaufsroutinen zeigen. Wir extrahieren Positionen, normalisieren Produktbezeichnungen und gleichen sie mit unserer Warenkorbstruktur ab. Strikte Datenschutzregeln sorgen dafür, dass sensible Informationen geschützt bleiben. Gleichzeitig gewinnen wir Kontext: Wann schlagen Aktionen tatsächlich durch, welche Packungsgrößen dominieren, wo entstehen regelmäßige Muster? Das Ergebnis sind Preisreihen, die den Alltag spiegeln, statt ihn zu vereinfachen oder von Randfällen dominieren zu lassen.
Gute Daten brauchen Pflege. Wir markieren fehlende Werte, kennzeichnen Sonderaktionen, prüfen ungewöhnliche Sprünge und setzen Stichprobenkontrollen ein. Regelmäßige Audits sichern Konsistenz, während Feedback der Community hilft, falsch zugeordnete Artikel schnell zu korrigieren. Wo Unsicherheiten bleiben, visualisieren wir diese statt sie zu verstecken. So weißt du, wie belastbar ein Signal ist, und kannst Entscheidungen danach ausrichten. Qualitätssicherung kostet Zeit, spart aber Fehlentscheidungen und stärkt das Vertrauen in jede abgeleitete Erkenntnis.
Kassenbons, Standortinformationen und Zeitstempel werden konsequent pseudonymisiert, gelöscht, zusammengefasst oder gar nicht erst erhoben, wenn sie für Preisreihen überflüssig sind. Zugriff ist streng beschränkt, Protokolle sind verbindlich, und Rechte der Mitwirkenden bleiben jederzeit durchsetzbar. Transparente Hinweise erklären, welche Daten wozu dienen und wie lange sie verbleiben. So kannst du mit gutem Gefühl beitragen, ohne Sorge, dass Privates öffentlich wird. Datenschutz ist für uns kein Zusatz, sondern Voraussetzung für belastbare, faire Erkenntnisse.
Damit Ergebnisse nachvollziehbar bleiben, dokumentieren wir Korbdefinitionen, Normalisierungen, Ausreißerregeln und Gewichtungen. Wo möglich, veröffentlichen wir Aggregationen und Beispielskripte, damit Interessierte Analysen nachbauen können. Replizierbarkeit schützt vor Wunschdenken und lädt zum Dialog ein: Wer bessere Annahmen hat, kann sie testen und teilen. Auf diese Weise wächst Qualität gemeinsam, statt intransparent zu bleiben. Offenheit ist kein Risiko, sondern ein Stabilitätsanker, der Vertrauen schafft und dauerhafte Lernprozesse fördert.
Kein Index ist perfekt. Regionale Lücken, begrenzte Datenquellen, unterschiedliche Haushaltsstrukturen und saisonale Ausreißer können Signale verzerren. Wir kennzeichnen solche Grenzen deutlich und zeigen Sensitivitäten, damit du Aussagen richtig einordnest. Verantwortung heißt, nicht zu überversprechen, sondern nützlich zu bleiben. Nutze Hinweise als Kompass, nicht als strenges Gesetz. Kombiniere Zahlen mit deinem Bauchgefühl, deinen Rezepten und deinem Kalender. So entsteht eine Praxis, die stabiler ist als jede einzelne Zahl für sich.
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